
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© RAWstock
Das Schweriner Schloß, Sitz des Landtag von MV.
Spaltungsversuch?
Morgen findet in Schwerin eine Demonstration zum Erhalt des Lehramtsstudium in Greifswald statt. Dieses soll gestrichen werden, nachdem 2006 in Rostock das Jura-Studium wegrationalisiert wurde. Das Rektorat der Uni-Rostock reagiert angespannt.
Solidarisierung statt Spaltung
So zitiert der Webmoritz den studentischen Prorektor der Rostocker Universität, Heiko Marski, dass viele Rostocker Studenten angeblich eine Gegendemo in Schwerin planen würden. Der Rostocker AStA ruft diesbezüglich zur Mäßigung auf, das Bündniss Bildungsaktion Rostock solidarisierte sich heute in einer Pressemitteilung mit den Demonstranten aus Greifswald.
Postionspapier aus Greifswald
Hintergrund ist ein Positionspapier Greifswalder Studenten, in denen sie u.a. den Erhalt und die Notwendigkeit eines Lehramtsstudiums an ihrer Universität begründen. Vertreter des Rostocker Lehramtsstudiums sowie des Rektorats zweifeln die dort genannten Zahlen an.
Kein guter Stil
Unabhängig davon ist es mir unverständlich, warum ausgerechnet ein studentischer Prorektor versucht, mögliche Spaltungstendenzen zwischen den Studierenden beider Universitätsstädte auch noch zu verstärken. Ein Gegeneinander im Verteilungskampf fördert nur Sachzwanglogik und Humankapitalisierung. Eine solche Position verkürzt den Diskurs im Bildungsstreik und hat den faden Beigeschmack, opportunistisch oder gar egoistisch sein zu wollen.